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Designte Natur

Die Pariser Designer von Jouin Manku gestalten den Frühstücksbereich im Bayerischen Hof neu

Es ist ein fast schon magisch anmutender Ort, der die Natur gleichsam ins Innere transferiert:... mehr
Es ist ein fast schon magisch anmutender Ort, der die Natur gleichsam ins Innere transferiert: Der neue Dachgarten des Münchner Traditionshotels Bayerischer Hof. In der Lounge mit seinem neuen Frühstücksbereich harmonieren geschwungene Holzvertäfelungen mit Fußböden aus Kirchheimer Muschelkalk und der grünen Stoffbespannung von Kvadrat und Rubelli. Die im fließenden Design gewebten Teppiche von Tai Ping Carpets in Lounge und Dachgarten erinnern an Waldboden und der große Rauchabzug des offenen Kamins an einen weißen Pilz ohne Kappe.

Mit der Neugestaltung des in den 1980er-Jahren von Siegward Graf Pilati entworfenen Frühstücksbereichs im sechsten Stock setzt Inhaberin Innegrit Volkhardt ihre Leidenschaft für Architektur und Design in ihrem Haus weiter fort: Neben Graf Pilati hatten Andrée Putman mit ihrem Blue Spa und Axel Vervoordt mit den Restaurants Atelier und Garden bereits für architektonische Highlights gesorgt. Nun bringt das Pariser Büro Jouin Manku neues Flair in den sechsten Stock. Inspirationen holten sie gleich vor Ort: von München, seinen Parks, den Alpen, der Tradition des Porzellanhandwerks und sogar der winterlichen Holzabdeckung des nicht weit entfernten Stachus-Brunnens. Für sie sei es eine wunderbare Herausforderung gewesen, den großen neuen Panoramafenstern mit dem Ausblick auf den Münchner Dom und die Dächer der Altstadt ein gleichwertiges Stück im Inneren entgegenzusetzen, so die Designer Patrick Jouin und Sanjit Manku.

Schon der Ausstieg aus dem Aufzug im sechsten Stock eröffnet einen gänzlich neuen Blick auf die 530 m2 große und auch zusammen mit dem Blue Spa-Bereich als Eventlocation nutzbare Fläche. Eine besondere Herausforderung war vor allem die langgestreckte Form des Dachgartens. Geschickt wurde diese vom Gebäude vorgegebene Form von Jouin Manku mit drei Nischen unterbrochen, die sich gleichzeitig wie Schmuckkästchen aus der Nussbaumvertäfelung auftun und an stilisierte Berge und Schneeverwehungen erinnern.

Die vierte Nische verbirgt eine architektonische Besonderheit: Mittels einer einfachen Drehung wandelt sie sich in eine Freitreppe und führt den Dachgarten und den Blue Spa Pool zusammen. In den großen Frühstücksraum mit Buffetbereich mit imposanten Kupferhauben wurden zwei Live Kochstationen integriert, die bei Bedarf durch Aufschieben von emaillierten Wandpanelen im Buffetbereich zur Küche sichtbar werden.

Eine weitere Besonderheit bietet ab Frühsommer der Außenbereich – neben der neugestalteten Terrasse mit 48 Sitzplätzen wird nach der Idee von Innegrit Volkhardt ein sogenanntes „bird's nest“ nach maledivischem Vorbild als absolute Neuheit in München für einen ruhigen und intimen Rückzugsort sorgen.

www.bayerischerhof.de
Fotos Bayerischer Hof  www.bayerischerhof.de mehr