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Tradition und Moderne

Innenarchitektur spiegelt das Selbstverständnis Hamburgs ältester Sozietät

Das Überseequartier gilt als das Herzstück der HafenCity und liegt am Schnittpunkt von... mehr
Das Überseequartier gilt als das Herzstück der HafenCity und liegt am Schnittpunkt von historischer Speicherstadt und Hamburgs jüngstem Stadtteil. In der neuen Verbindungsachse von Binnenalster und Rathaus zum Ufer der Norder-elbe stehen am Eingang zum Überseeboulevard die beiden Torgebäude Java und Arabica und markieren hier symbolisch den Berührungspunkt von Geschichte und Zukunft der Hamburger Innenstadt.

Der nördliche Teil des Überseequartiers bildet den bislang dichtesten Stadtraum der HafenCity und ist geprägt durch große Gebäudekubaturen entlang des Überseeboulevards, der sich wie ein Fluss in sanften Schwüngen durch das Quartier zieht. In den Erdgeschosszonen finden flanierende Fußgänger vielfältige Geschäfte, Cafés und Restaurants, darüber wird gewohnt und gearbeitet.

Das mächtige, backsteinerne Java Haus mit seinen Einschnitten, Vorsprüngen, Nischen und Durchblicken ist ein attraktiver Bürostandort vis-à-vis der historischen Speicherstadt. Hamburgs älteste Sozietät Esche, Schümann, Commichau wählte diesen Standort mit Bedacht und beauftragte Jessica Borchardt und Simone Nentwig von BN Architekten mit der Gestaltung von über 5.000 m² Bürofläche für 190 Mitarbeiter.

Bezugnehmend auf den exponierten Standort wurde der rotbraune Klinker der Lagerhäuser der Speicherstadt als Farbgeber für die neuen Räumlichkeiten ausgewählt. Das erklärte Ziel der Gestaltung war es, den rauen, industriellen Charme der früheren Hafennutzung dieses historisch bedeutsamen Stadtareals mit der Modernität und der Klarheit des neuen Stadtteils HafenCity zu kontrastieren.

Das von den beiden Architektinnen verwendete gerostete Stahlblech greift ebenfalls die Farbgebung und den Industriecharakter der Umgebung auf. In der Kombination mit den scharfkantigen, weißen Coreanflächen begegnet man diesem Material überall dort, wo sich die Sozietät dem Besucher einladend öffnet: im Foyer, im Empfangsbereich, in der Lounge sowie im Konferenzbereich.

Zugleich übernehmen diese Cortenstahlelemente in ihrer Kubatur zusammen mit dem Beleuchtungsdesign eine wichtige Orientierungs- und Leitfunktion. Der Besucher wird mittels dieser Elemente leicht und wie selbstverständlich durch das Gebäude gelenkt. Die Leuchten verdichten sich stets in Richtung der Ein- und Ausgänge der Kanzlei. Ebenso weisen die spitzen Cortenflächen dem Besucher den Weg.

In den Mitarbeiter- und Konferenzbereichen kamen im Deckenbereich kantige Flächen zur Gliederung und Aufnahme der Technik wie Lüftung, Medien und Lautsprecher zum Einsatz, die gleichzeitig als Akustikpaneele raumklangliche Wirkung entfalten.

Auf der gern genutzten Dachterrasse hat der Hamburger Graffiti-Künstler Heiko Zahlmann eine Wandmalerei realisiert, die spannungsreich Kunst und Architektur in Beziehung treten lässt.

Der ausgewählte Ort und die bewusste Gestaltung der Räume sowie der einprägsame Kontrast der hochwertigen Materialien drücken den modernen und zugleich traditionellen Geist der Kanzlei aus. Auf hanseatisch zrückhaltende Weise spiegelt sich so das Selbstverständnis der Sozietät als modernes Beratungsunternehmen, das in Hamburg fest verwurzelt ist.

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Marcus Bredt 
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