Zentrum der Hightechmedizin

Mit dem Erweiterungsbau des OP-Zen­trums Nord wurde ein Gebäude geschaffen, das die vorhandene Kammstruktur der drei bereits 2010 in Betrieb genommenen Bauten als vierter Flügel im Süden ergänzt und vervollständigt.

Die Landeshauptstadt verfügt seit Anfang 2018 über eines der modernsten OP-Zentren Europas: Mit dem Erweiterungsbau des OP-Zen­trums Nord haben KSP Jürgen Engel Architekten, München, hier ein Gebäude geschaffen, das die vorhandene Kammstruktur der drei bereits 2010 in Betrieb genommenen Bauten als vierter Flügel im Süden ergänzt und vervollständigt. Von der Ismaningerstraße bildet der Vierer­block mit seinen markanten roten Säulen eine Struktur, die sich städtebaulich gut einfügt. Die ab dem ersten Obergeschoss auskragenden Gebäude nehmen die kleinteilige Kubatur der Villenbebauung auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf und wirken so weniger mächtig.

So entstand für das gesamte Gebäude ein großzügiger Eingang mit Freitreppe und gleichzeitig kann der Straßenraum mit breitem Gehweg entlang des Klinikkom­plexes fortgesetzt werden. Im Foyer sind eine Infotheke, der Patientenempfang und die Patientenabrechnung platziert. Die oberirdischen vier Stockwerke, aber auch die beiden Untergeschosse sind hell und lichtdurchflutet durch die großen Fenster- und Glasflächen. Verschiedentlich sorgen auch Atrien für zusätzliches Tageslicht im Gebäude. Über einen gestalteten Innenhof – gemäß des Leitthemas „Isar, Fluss und Wasser“ – gelangt man zu Aufenthaltsplätzen oder den anderen Klinikgebäuden. Die Nutzfläche auf den sechs Stockwerken beträgt 12.800 m².

Die nach modernsten Standards ausgestalteten OP-Säle liegen im ersten Untergeschoss. Zusammen mit den acht neuen Sälen in diesem Gebäude verfügt das OP-Cluster-Nord nun über insgesamt 16 OP-Säle (43 OP-Säle im gesamten Klinikbereich). Aufgrund der Cluster-Struktur ist hier auch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Klinikabteilungen möglich. Im Neubau werden insbesondere Patienten im Bereich der Neurochirurgie, der Gefäßchirurgie und der Urologie untergebracht. Als Universitätsklinikum der TU-München setzt man seitens der Klinikleitung auf absolute Spitzentechnologie in der Medizintechnik. Besondere technische Innovationen im neuen OP-Bereich sind drei Hybrid-OP-Säle, die über besondere Möglichkeiten der Bildgebung verfügen. Damit ergeben sich Vorteile für die Diagnostik und die sofortige Kontrolle während der Operation. Zu den technischen Highlights gehören die weltweit erste Hybrid-Angiographie, die Intraoperative Kernspintomographie und die Sliding Gantry Computertomographie. Im Untergeschoss wurde zudem eine große Aufwacheinheit geschaffen. In den übrigen Stockwerken befindet sich eine zusätzliche Intensivstation mit 16 Betten, eine Normalpflegestation mit 28 Betten, Arztzimmer, Verwaltungsräume und ein Seminarraum im dritten Obergeschoss.

www.ksp-architekten.de

Fotos:

Oliver Jaist
www.oliverjaist.com

(Erschienen in CUBE München 03|19)

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