Hightech zeitlos elegant

Das Röntgeninstitut am Hofgarten schreibt das klassische Ambiente des Gebäudes innen fort

Ein radiologisches Zentrum, das auf diagnostische Radiologie, Neuroradiologie, Nuklearmedizin und minimal-invasive Therapien spezialisiert ist, war auf der Suche nach einem weiteren Standort in der Düsseldorfer City. Mehrere angefragte Projektteams lieferten Standort- und Zielplanungen. Am Ende entschied sich der Bauherr für das Konzept von ecf Architekten: Das Aachener Architekturbüro schlug den Umbau des Erd- und Untergeschosses eines Wohn- und Geschäftshauses aus den 1950er-Jahren an der Jacobistraße vor. Die ehemalige Bankfiliale nimmt die maßgeschneiderten Räumlichkeiten auf bei der moderne Hightech-Ausstattung mit einem zeitlosen Wohlfühlambiente verbunden wird.

Als die größte Herausforderung gestaltete sich bei dem Umbau der vorhandene Nachkriegsbestand des Gebäudes: Der bauzeittypisch geringe konstruktive Brandschutz, machte es unmöglich, die zahlreichen technischen Installationen unterhalb der Decke zu verlegen. Alle Räume wurden daher in einem freitragenden Raum-im-Raum-System installiert: Je nach Installationsdichte wurden die technischen Leitungen über oder unterhalb der Raumsysteme verlegt. Eine prozessoptimierende 3D-Planung sorgte dafür, dass eine lichte Raumhöhe von 2,75 m bei 3,10 m Rohbauhöhe nicht unterschritten wurde. Außerdem konnte so effizient auf vorgefertigte Systeme bei Klimakanälen und Installationen zurückgegriffen werden. Neben der hohen Installationsdichte und den Herausforderungen beim Brandschutz ist der Ausbau vor allem durch das ausgeprägte Gewicht der Medizintechnik geprägt: Das Gravitätszentrum der Praxis bildet dabei das knapp sechs Tonnen schwere MRT, das aus statischen Gründen nur an einem ausgewählten Punkt platziert werden durfte. Im Untergeschoss zusätzlich eingezogene Edelstahlträger nehmen die Lasten dafür auf.

Für die PatientInnen präsentiert sich die auf nur 600 m² Nutzfläche komprimierte Praxis großräumig und hochwertig ausgestattet. So zeichnet sich der MRT-Raum durch ein großes Oberlicht aus – auch als angenehmer natürlicher Kontrast zur Erfahrung der ultraleisen und über vielfältige Sound-, Licht- und Videooptionen bespielbaren MRT-Röhre. Auch der Mammographie-Screening-Raum erlaubt eine facettenreiche individuelle atmosphärische Bespielung. Umso mehr wurde im öffentlichen Empfangsbereich und den Wartezonen auf Naturstein in abgestimmten Grau- und Brauntönen gesetzt. Harmonisch ergänzt wird dieser Grundton durch dunkle Metallikakzente wie etwa beim zentralen Empfangstresen. Die großformatigen, geschliffen ausgeführten Natursteinplatten reflektieren das Licht und lassen so auch die künstlich belichteten Zonen großzügig erscheinen. Mit klassischer Eleganz schreiben sie zugleich die äußere Natursteinfassade im Innenbereich fort – im positiven Sinne, als wäre die Praxis immer schon in diesem Gebäude beheimatet.

www.ecf-architekten.de

Fotos:

Peter Stockhausen
www.peterstockhausen.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|21)

 

Architekten:

ecf architekten
www.ecf-architekten.de

Trockenbau, Maler:

Heinrich Mai & Sohn
www.mai-bau.de 

Fliesen:

Aretz
www.aretz.net 

Metallbau:

Metallbau Thelen
www.thelen-stahlbau.de

Klimatechnik:

KS Kälte, Klima- und Lüftungstechnik
www.ksklimatechnik.de

Elektro:

Elektro Decker
www.elektro-decker-nrw.de

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