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Grafisch und kompakt

Das Haus 11 x 11 ist eine bewohnbare Skulptur aus Stahlbeton und Holz

Das Haus 11 x 11 ist die konsequente Weiterentwicklung des Hauses 9 x 9, welches das Büro Titus... mehr

Das Haus 11 x 11 ist die konsequente Weiterentwicklung des Hauses 9 x 9, welches das Büro Titus Bernhard Architekten aus Augsburg im Jahr 2003 gegen erhebliche Widerstände aus dem Bauausschuss und der unmittelbaren Nachbarschaft in der Augsburger Vorortgemeinde Stadtbergen realisiert hat. Beide Häuser ver­stehen die Architekten als „bewohnbare Skulpturen“. Zugleich sind sie Statements gegen banale örtliche Gestaltungssatzungen, die nicht dazu beitragen, die Baukultur zu fördern, so Titus Bernhard, der sich unter anderem auch mit der Gestaltung des Fußballstadions des FC Augsburg (SGL Arena) einen Namen gemacht hat – gemeinsam mit seinem Projektpartner Peter Kögl.

Tatsächlich: wie eine begehbare Skulptur steht das kompakte und mit seiner präzisen Holzlattung fast grafisch wirkende Haus präsent in der Mitte des 1.300 m² großen Grundstücks. Das Haus definiert sich über seinen quadratischen Grundriss von 11 x 11 m, die Stimmigkeit des verwendeten Materials und durch seinen klaren und minimalistisch ausgerichteten Entwurf.
Seinen besonderen Charakter verdankt es der Komplettverkleidung aus rötlich schimmerndem Lärchenholz und der schwarzen Unterschicht von der Fassade bis zum Dachfirst. Dafür wurde über die Außenwände aus Stahlbeton und Holz sowie über das Holzdach aus vorfabrizierten Elementen eine mehrschichtige Sealoflex-Flüssigabdichtung mit schwarzem Finish aufgebracht. Ursprünglich für das heiße und feuchte Klima Südafrikas zur Abdichtung entwickelt, etablierte sich das Sealoflex-System schnell auch in Europa und Nordamerika.

„Somit wird ästhetisch ein ausgeprägt grafischer Charakter erzielt, der durch die unterschiedlich dichte, sehr präzise Setzung der Lamellen verstärkt ist und technisch sicherstellt, dass Regen und Schnee behinderungsfrei abfließen können. Dach und Fassade sind gleichsam ein großer Regenschirm“, erläutert Titus Bernhard. Die Holzfenster sind präzise in die Lamellengeometrie eingebunden, über die so viel Tageslicht ins Innere des Hauses gelangt, dass tagsüber kaum Strom für Beleuchtung benötigt wird.

Das Bauwerk wurde für eine vierköpfige Familie konzipiert, ist voll unterkellert und bietet ca. 182 m² Wohn- und Nutzfläche ohne Keller. Die Wohnbereiche im Inneren sind offen: Im Erdgeschoss gehen Wohnen, Essen, Küche und Treppenflur fließend ineinander über. Das Obergeschoss mit seinem Schlaf- und Kinderbereich mit jeweils separaten Bädern ist mit dem Erdgeschoss durch Lufträume optisch verbunden, was durch eine inszenierte Lichtführung nochmals verstärkt wird.

Für das Haus 11 x 11 haben die Architekten bereits zahlreiche Preise erhalten, darunter den best architects 13 award und den 1. Preis bei der Ausschreibung Geplant + Ausgeführt der Internationalen Handwerksmesse München im vergangenen Jahr und wurde für den German Design Award 2013 nominiert.

Bei dem Wettbewerb „Häuser des Jahres – die besten Einfamilienhäuser 2012“ kam es unter die 50 besten und ist im gleichnamigen Buch präsent.

www.titusbernhardarchitekten.com

Architekt Titus Bernhard Architekten www.titusbernhardarchitekten.com Fotos Jens Weber... mehr

Architekt

Titus Bernhard Architekten
www.titusbernhardarchitekten.com

Fotos

Jens Weber
www.jensweber.net

Orla Conolly
www.orlaconnolly.com

Haustechnik

Plantec Haustechnik
www.plan-tec.net

Fenster und Holzlamellenfassade 

Gebrüder Loy
www.loy-holzbau.de

Abdichtungsarbeiten

Klaus Mangold Dachdeckermeister