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Japanhaus

Dreigeschossiges Haus in Wilmersdorf realisiert viele Elemente der japanischen Wohnkultur

Bauherr des vom Büro Peter Ruge Architekten geplanten Wohnhauses in Wilmersdorf ist eine... mehr

Bauherr des vom Büro Peter Ruge Architekten geplanten Wohnhauses in Wilmersdorf ist eine deutsch-japanische Familie, die bereits in Japan gelebt hat. Aufgrund dieser Erfahrung bestand der Wunsch, möglichst viele Elemente des japanischen Wohnens in die Gestaltung des Hauses einfließen zu lassen. Das Grundstück ist aus einer Teilung hervorgegangen und deshalb sehr schmal. An der Ostseite stehen hohe Pappeln, die von Sonne und Tageslicht abschirmen. Die Ausgangssituation ist durchaus vergleichbar mit der in Japan, wo selbst wohlhabende Leute ihre Häuser auf engen, kleinen Grundstücken errichten müssen.

Auf der schmalen Fläche platzierten die Architekten einen schlichten, länglichen Quader, dessen Fensterfronten nach Süden zum Garten hin ausgerichtet sind. Auf dem Grundstück gibt es zum Inneren hin einen Höhenvorsprung von rund 2,60 Meter. Das Gartengeschoss ist mit einem Rücksprung gestaltet, der im Sommer für Verschattung sorgt und außerdem der Berliner Bauordnung geschuldet ist. Die sieht an dieser Stelle nur zwei Geschosse vor, weshalb das unterste Geschoss nicht als Vollgeschoss geplant wurde. Die Südseite ist großflächig verglast, an der Westseite sind Holzlamellen montiert. Im Gartengeschoss sind die Küche und ein japanisches Bad mit Blick in den Garten untergebracht. Die Wohnräume befinden sich im Mittelgeschoss, im Obergeschoss die Schlafräume. Alle drei Geschosse werden durch einen Luftraum miteinander verbunden. Sämtliche tragende Innenwände sind in Sichtbeton ausgeführt, was eine weitere Referenz an die japanische Architektur ist. In Kontrast zum harten Beton sind die Böden und die von den Architekten entworfenen Möbel aus Bambus gefertigt. Im Essbereich gibt es, wie in Japan traditionell üblich, in den Boden eingelassene Sitzgelegenheiten. Ein weiteres typisch japanisches Element haben die Architekten nicht vergessen: Der Hofgarten ist nicht nur mit Bambus, sondern ebenso mit einem japanischen Kirschbaum bepflanzt.

www.peter-ruge.de

Architekten:   Peter Ruge Architekten www.peter-ruge.de Rohbau: Steudte Bau... mehr

Architekten:  

Peter Ruge Architekten
www.peter-ruge.de

Rohbau:

Steudte Bau
www.steudte-bau.de

Fassade:

Metallbau Boese

Sanitär:

Machui

Elektro:    

Elektroanlagen Karl-Heinz Schultz

Einbaumöbel:

Zweibaum Holzwerkstatt
www.zweibaum.de

Gartenbau:

GaLaBau Martin Rohrbeck
www.rohrbeck-galabau.de

Fotos:

Ira Efremova
www.iraefremova.com